Jugendtermin: Bleigiessen
13.11.2005
 


Es war einmal wieder soweit. Die nächste Jugendaktion des Sportanglervereins
Kitzingen stand bevor.
Wir, das heißt neun Jungangler, der Vorstand Peter Steinmüller und unsere beiden
Jugendleiter Thomas Rodamer und Agim Hadzibeciri (Jimmy) trafen uns an diesem Sonntag um 8
Uhr am Fährhäuschen, um uns verschiede Bleie zu gießen. Als Fachmann hierfür zeigte Jimmy
Hadzibeciri uns Nachwuchsanglern, wie aus „Abfallblei“ neue Jighaken und Grundbleie
produziert werden können.


Jimmy brachte deswegen seinen Schmelzofen und einen ganzen Haufen Blei mit, ebenso hatte das
auch Thomas gemacht, der uns mit altem Dachdecker-Blei versorgte.
Bei der kurzen Aufwärmphase des Schmelzofens erklärte uns Jimmy, was man so alles beim
Bleigießen zu beachten habe.


„Metallisches Blei ist weich, dehnbar, besitzt eine geringe Zugfestigkeit weshalb wir dem
ganzen immer noch ein bisschen Zinn untermischten. Eine frisch geschnittene Bleioberfläche
zeigt einen hellen, silbrigen Glanz, der schnell in die charakteristische, bläulich graue
Farbe übergeht. Das Schwermetall schmilzt bei 328 °C.
Nun goss Jimmy die erste Jigköpfe in einer Form, die er selbst mitgebracht hatte.

 
So entstanden 1/0 , 2/0 und 3/0 Jighaken in den Gewichten von 12-16 Gramm.


Jimmy goss die Jighaken, und einige Jugendliche halfen ihm dabei, die Jigköpfe vom
überschüssigen Blei zu befreien. Dafür benutzen sie eine spezielle Zange, die das Blei
unmittelbar am Jigkopf abtrennte, so dass das ganze zu einem Kinderspiel wurde.
Ein Teil der Jugend machte sich währenddessen zum nahe gelegen Baggersee auf, um dort ihr
Glück auf Raubfische zu versuchen. Hierbei erwischte einer auch
tatsächlich einen schönen Zander.
Nachdem wir mehrere Hunderte Jigköpfe angefertigt hatten, goss unser Jimmy auch noch
verschieden große Grundbleie für den allgemeinen Gebrauch.
Zwischendurch wurde unser Bleigießen unterbrochen, als Udo Melchior, ebenfalls ein Mitglied
unseres Vereines, einen stattlichen Wels von 1,62 Metern Länge und einem Gewicht von 56
Pfund präsentierte, den er vom Boot aus hatte überlisten können.
Nichts desto trotz ging es dann gleich weiter mit dem „Gießen“ und wir konnten stolz auf
unsere getane Arbeit zurückblicken.
Gegen Mittag konnte jeder Jungangler die verschiedenen Grundbleie und Jigköpfe zu einem echt
super günstigen Preis erwerben.
Nachdem wieder alle nötigen Utensilien in den Autos verstaut waren, machten sich alle wieder
auf den Weg nach Hause und freuten sich schon wieder auf die nächste Jugendaktion.

Bericht: Alexander Huller
 

 

Ende der Seite
zurück